Bogenschießen als Übungsweg

Fasziniert von dem “etwas anderen Bogenschießen”, das ich bei den Himalayavölker in Nepal, Darjeeling und Bhutan kennenlernen durfte, habe ich es mir in den letzten fünfzehn Jahren zur Aufgabe gemacht, Elemente dieser Tradition nicht nur in meine tägliche Praxis einfließen zu lassen, sondern sie auch in mein therapeutisches Handeln aufzunehmen. Entstanden ist hieraus der >Kirati Bogenweg<. Diesen sehe ich als einen persönlichkeits-bildendenden, prozessorientierten und erlebnisorientierten Übungs-Weg, bei dem Innerlichkeit und ausgerichtete Aufmerksamkeitslenkung - ein Zusammenspiel von „Innen und Außen“ - kongenial miteinander verflochten werden. Dabei helfen Gelassenheit und Ruhe beim Ausrichten des Wollens und Drauflosgehens und wache Bewusstheit beim Loslassen, dabei sich dem Geschehen zu überlassen, indem man es einfach geschehen lässt.

Der Kirati-Bogenweg

- Ein Zuviel an Erreichen wollen - eine kontraproduktive Haltung -

 

Wenn man in den Himalayaländern mit dem traditionellen Bogenschießen in Berührung kommt, begegnet einem unweigerlich eine Haltung, die mit dem Anspruch des >Nicht-Zuviel-Erreichen-Wollen< einhergeht. Ein Zuviel an »Erreichen wollen« bewirkt nämlich - dass man sich mit zu großen Erwartungen - zu sehr unter Druck setzt.

 

Beim therapiegestützten, meditativen Bogenschießen wird die Kunst geübt - den Leistungsdruck herauszunehmen und eine Haltung einzunehmen, bei der Ausgerichtetheit, Geschmeidigkeit, Kraft, Gleichmut und Entschlossenheit zum Tragen kommen.

 

Der Kirati-Bogenweg beruft sich auf die Tradition des Kirat-Volkes -

Als ich 2018 das Volk der Kirati in Darjeeling besuchte, war ich Gast bei der Kambhu Rai Familie = KKrss. In ihren Ritualen haben Pfeil und Bogen auch heute noch einen zentralen Platz


Impressionen